Erster Jugendhilferat gewählt

 04.12.13

Erster Jugendhilferat gewählt

 Das Pallotti-Haus hat der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Eltern im Rahmen des Hilfeprozesses  stets eine hohe Bedeutung  zugemessen. Dies entspricht unserer christlichen Orientierung, die sich auch in unserem Leitbild widerspiegelt, ebenso wie der fachlichen, systemisch orientierten Ausrichtung unserer Arbeit mit den Familien. Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, können  gemeinsam getragene,  positive  Veränderungen  zum Wohle der Kinder/Jugendlichen und ihrer Familien umgesetzt werden.

Auf dieser Grundüberzeugung basieren alle wichtigen pädagogischen Prozesse, angefangen von der Aufnahme  über die gemeinsamen Hilfeplangespräche bis hin zur Entlassung von Kindern/Jugendlichen in unserer Einrichtung.

 Ausgelöst durch die fachlichen Debatten und das Bundeskinderschutzgesetzt haben wir seit Sommer 2011 die Beteiligung der jungen Menschen verstärkt in den Blick genommen und in einem Arbeitskreis von 6 Kindern/Jugendlichen und 6 Erwachsenen (Mitarbeiter der Wohn- und Tagesgruppen, Bereichsleiter und Pädagogischer Leiter) systematisch die Beteiligung der jungen Menschen an ihren persönlichen Hilfeprozessen, dem Zusammenleben in der Gruppe und  der Mitgestaltung der Einrichtung  bearbeitet.

 Dadurch haben wir verankert, dass jedes Kind/jeder Jugendliche auf sein Hilfeplangespräch mit dem Jugendamt bewusster und intensiver vorbereitet wird und auch vorab seine Wünsche, Beschwerden und Ziele in unserer Kurzdokumentation für das Jugendamt  schriftlich ihren Platz finden. Für die Gruppen wurden verpflichtende Gruppengespräche eingeführt und Themenbereiche wie Freizeitgestaltung, Gruppenregeln, Einführung neuer Kinder/Jugendlicher in die Gruppe u.v.m. definiert. Parallel hat sich die Sensibilität der MitarbeiterInnen aller Bereiche  erhöht, junge Menschen verstärkt  auch am Leben der Gesamteinrichtung zu beteiligen. Dies dokumentierte sich z.B. in der gemeinsam geplanten und in zwei Projektwochen im ersten Abschnitt realisierten kinderfreundlichen  Umgestaltung unseres Außengeländes.

 Zwischen Sommer- und Herbstferien 2013 wurden in allen Gruppen Gruppensprecher gewählt, aus deren Runde nun, am 02.12.13, sechs Vertreter für den Jugendhilferat  in einer geheimen Wahl von allen Gruppensprechern  gewählt wurden. Der Jugendhilferat besteht aus den  sechs Vertretern der jungen Menschen und   sechs Erwachsenen (4 Mitarbeiter aus den Wohn- und Tagesgruppen, 1 Bereichsleiterin und der Pädagogische Leiter) und soll als dauerhaftes, strukturell verankertes Gremium der Einrichtung weitere wichtige Themen bearbeiten und zur Entscheidung vorbereiten.

 Und die Gruppensprecher haben ihre Vorschläge schon mitgebracht: Neuregelung der Handy-Nutzungszeiten, Verbesserung des Außengeländes, Besprechung der Taschengeldregelungen. Für die Erwachsenen stehen zusätzlich die Erarbeitung eines Katalogs von Grundrechten im Alltag und die Beschreibung der Beschwerdewege für junge Menschen und Familien als wichtige Themen an. Es gibt also viel zu tun.

 Für den Jugendhilferat wurden von den Gruppensprechern gewählt:

Kevin Burgmüller, Leon Freiberger, Phil Haas, Jan Klein, Lara Kriger und einem weiteren Jugendlichen

Ihnen allen einen herzlichen Glückwunsch!!

 Für die Erwachsenen werden die bisherigen Mitglieder des Arbeitskreises weiter mitarbeiten.

Nach erfolgter Wahl überbrachte Pater Heuel die Glückwünsche der Geschäftsführung und warb um eine gute Zusammenarbeit mit vielen guten Ideen.

 W. Lucas

Pädagogischer Leiter

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